ENDE

Digitale Inklusion & Konnektivität

Wie viele Menschen gehen täglich zum ersten Mal online? (Live-Zähler)

Täglich gehen rund 805.000 Menschen erstmals online (DataReportal Digital 2026, Oktober 2025)

Grob 9,32 Personen pro Sekunde.

6,04 Mrd.Internetnutzer weltweit (2025)
73,5 %der Weltbevölkerung online
2,16 Mrd.Menschen noch offline

Quellen: DataReportal Digital 2026; ITU Measuring Digital Development; World Bank Digital Development. Zum Dashboard →

Wer sind die Milliarden, die noch neu ins Internet kommen?

Täglich gehen rund 805.000 Menschen zum ersten Mal ins Internet (294 Millionen pro Jahr). DataReportal Digital 2026 zählt 6,04 Milliarden Internetnutzer (73,5 % der Weltbevölkerung, Stand Oktober 2025). Das Wachstum konzentriert sich auf Afrika und Südasien. Rund 2,16 Milliarden Menschen sind weiterhin offline, überwiegend aufgrund von Kosten, fehlender Infrastruktur und knappem lokalsprachigem Angebot. Die letzte Milliarde wird die schwierigste sein.

Internetwachstum in Zahlen

DataReportal Digital 2026 (Okt. 2025): 6,04 Milliarden Internetnutzer weltweit (73,5 % der Weltbevölkerung), gegenüber 5,75 Milliarden ein Jahr zuvor.

DataReportal Digital 2026: rund 294 Millionen Netto-Neuzugänge im Jahr 2025, rund 805.000 pro Tag.

Rund 2,16 Milliarden Menschen sind noch offline (26,5 % der Weltbevölkerung); die meisten davon in Subsahara-Afrika und Südasien.

Internetpenetration: Hocheinkommensländer rund 94 %; Subsahara-Afrika rund 36 %; ärmste Entwicklungsländer rund 34 %.

Von 2020 bis Oktober 2025 kamen weltweit über 1,4 Milliarden Menschen neu ins Internet, während die globale Penetration von rund 60 % auf 73,5 % stieg.

Globale Internetnutzer: Entwicklung 20102025

Die Internetnutzung überschritt 2019 die 50-Prozent-Marke der Weltbevölkerung und erreichte Ende 2025 bereits 73,5 %. Das Wachstum hat sich deutlich verlangsamt, da die am leichtesten erreichbaren Bevölkerungsgruppen bereits online sind. Die verbleibenden rund 2,16 Milliarden Menschen ohne Internetzugang leben überwiegend in Sub-Sahara-Afrika und Südasien und sehen sich Barrieren bei Kosten, Sprache und Infrastruktur gegenüber.

2010
6,3/s
2015
6,3/s
2019
12/s
2022
3,1/s
2024
3,1/s
2025
9,3/s
0.00288K575K863K1M2010201520192022202420252028ESTIMATED548K548K1M268K265K805K~465K
JahrRate (/s)Täglich gesamtKontext
20106,3/s548KRapid growth phase; mobile internet emerging
20156,3/s548KEmerging markets expansion; mobile-first
201912/s1 Mio.Growth slowing in developed markets
20223,1/s268KPost-COVID; growth slowing; remaining unconnected are harder to reach
20243,1/s265KGrowth trough; structural barriers in remaining unconnected regions
20259,3/s805K6-billion milestone crossed; partly driven by India/China statistical revisions; underlying mobile-first growth continues
2028 (forecast)5,4/s465KSatellite internet (Starlink) reaches rural Africa/Asia; remaining unconnected get access

Live im Vergleich

Menschen zum ersten Mal im Internet
- bis jetzt heute- dieses Jahr
Neue Webseiten / Unterseiten online
- bis jetzt heute- dieses Jahr

Wichtige Meilensteine

  1. 1993Öffentlicher Start des World Wide Web; rund 1 Million Nutzer weltweit.
  2. 2005ITU: 1 Milliarde Internetnutzer (15,8 % der Weltbevölkerung).
  3. 2010ITU: 2,0 Milliarden Internetnutzer (rund 29 %); Wachstum rund 15 % jährlich; mobiles Internet beginnt Massenadoption.
  4. 2014Mobile Internetnutzer übersteigen erstmals weltweit die Desktop-Nutzer.
  5. 2019DataReportal: 4,1 Milliarden Nutzer (rund 53,6 %); Internetnutzung überschreitet erstmals die 50-%-Marke.
  6. 2020COVID beschleunigt Adoption: rund 4,6 Milliarden Nutzer (60 %); Lockdowns treiben digitale Adoption.
  7. 2025DataReportal Digital 2026 (Okt. 2025): 6,04 Milliarden Nutzer (73,5 %); rund 294 Millionen Netto-Neuzugänge; ~2,16 Mrd. noch offline.

Hintergrund und Einordnung

Wer noch offline ist und warum

Die verbleibenden rund 2,16 Milliarden ohne Internetzugang verteilen sich ungleich auf die Welt. Afrika südlich der Sahara und Südasien sind am stärksten unterrepräsentiert: In einkommensschwachen Ländern liegt die Abdeckung bei rund 34 %. Die Hauptbarrieren sind laut ITU: Gerätekosten, fehlende Netzinfrastruktur in ländlichen Regionen, fehlendes digitales Grundwissen und das weitgehende Fehlen von Inhalten in lokalen Sprachen. Hocheinkommensländer liegen dagegen bei über 94 % Penetration.

Warum das Wachstum langsamer wird

Das jährliche Nutzerwachstum hat sich von rund einer Million neuen Nutzern pro Tag in der Mitte der 2010er Jahre auf rund 805.000 täglich in 2025 beschleunigt. Der einfach erreichbare Teil der Weltbevölkerung ist weitgehend schon online. Was bleibt, erfordert Investitionen in Infrastruktur (Mobilfunkmasten, Unterseekabel, Satelliten-Internet) und politische Maßnahmen, nicht nur günstige Smartphones.

Mobil als großer Gleichmacher

Über 95 % der neuen Internetverbindungen in Entwicklungsregionen sind mobil-erste Verbindungen, das heißt: Menschen gehen ausschließlich über Smartphones ins Netz, nicht über Desktop oder Laptop. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Gestaltung digitaler Dienste. In Indien und Subsahara-Afrika bedeutet mobil-first oft mobil-only. Mobiler Internetzugang hat Agrarmärkte, Mobile-Banking (M-Pesa in Kenia), Gesundheitsinformationen und Behördendienste für Bevölkerungen erschlossen, die zuvor von diesen Systemen ausgeschlossen waren. Allerdings bedeutet es auch, dass bandbreitenintensive Anwendungen wie Video, AR/VR und KI-Interfaces für die neuesten Internetnutzer möglicherweise unzugänglich bleiben.

Studien & Forschungsbelege

JahrStudie / BefundWertQuelle
2010ITU: 2,0 Milliarden Internetnutzer (rund 29 % der Weltbevölkerung); Wachstum rund 15 % jährlich2.000.000.000 Nutzer (2010)DataReportal
2015ITU: 3,2 Milliarden Nutzer (rund 43 %); mobiles Internet treibt Wachstum in Entwicklungsregionen3.200.000.000 Nutzer (2015)DataReportal
2019DataReportal: 4,1 Milliarden Nutzer (rund 53,6 %); rund 1 Mio. neue Nutzer/Tag; mobil-first in Afrika und Asien4.100.000.000 Nutzer (2019)DataReportal
2020COVID beschleunigt Adoption: rund 4,6 Milliarden Nutzer (60 %); Lockdowns treiben digitale Nutzung in Entwicklungsregionen4.600.000.000 Nutzer (2020)DataReportal
2022DataReportal: rund 5,0 Milliarden Nutzer; rund 98 Mio. neue Nutzer in dem Jahr (ITU revidierte Schätzungen deutlich höher)5.000.000.000 Nutzer (2022)DataReportal
2024DataReportal 2024: 5,35 Milliarden Nutzer (66,2 %); rund 97 Mio. neue Nutzer 2023; rund 265.000/Tag5.350.000.000 Nutzer (Jan. 2024)DataReportal
2025DataReportal 2025 (Jan. 2025): 5,56 Milliarden Internetnutzer (67,7 %); +210 Mio. seit Januar 2024; rund 575.000 neue Nutzer/Tag (Vorrevisions-Baseline)5.560.000.000 Nutzer (Jan. 2025)DataReportal
2025DataReportal Digital 2026 (Okt. 2025): 6,04 Milliarden Internetnutzer (73,5 %); +294 Mio. gegenüber Vorjahr (+5,1 % YoY); rund 805.000 neue Nutzer/Tag; teils durch statistische Revisionen für Indien und China6.040.000.000 Nutzer (Okt. 2025)DataReportal

Zum Nachdenken

805.000 neue Internetnutzer pro Tag entsprechen etwa einer Stadt in der Größe von Frankfurt am Main (~760.000 Einwohner), die täglich neu ans Netz kommt.

Die rund 2,16 Milliarden Menschen, die noch offline sind, entsprechen in etwa der Gesamtzahl aller Internetnutzer weltweit im Jahr 2013.

Wie der Zähler berechnet wird

DataReportals Global Digital 2026 Report (Oktober 2025) weist 6,04 Milliarden Internetnutzer aus, gegenüber 5,75 Milliarden im Vorjahr. Wachstum: 294 Millionen Nutzer ÷ 365 Tage = rund 805.479 Netto-Neuzugänge pro Tag ÷ 86.400 Sekunden ≈ 9,32/Sek. Der Live-Zähler zeigt kumulierte Netto-Neuzugänge heute. Hinweis: Dabei handelt es sich um Jahres-Netto-Nutzerwachstum, nicht um absolute lebenslange Erstnutzer.

Quellen: DataReportal - Digital 2024: State of Internet AdoptionDataReportal - Digital 2026 Global Overview ReportDataReportal - Digital 2026 Mid-Year Global Update Report (internet users 6 billion / 73.2 % of world population; 5.66 billion social media users; 1 billion monthly AI users)DataReportal - Digital 2025: Global Overview Report. Methodik →

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Menschen gehen täglich zum ersten Mal online?
DataReportals Digital 2026 Report (Oktober 2025) zählt 6,04 Milliarden Internetnutzer weltweit, 294 Millionen mehr als im Vorjahr. Das ergibt rund 805.000 Netto-Neuzugänge pro Tag. Die meisten kommen aus Subsahara-Afrika und Südasien.
Wie viele Menschen haben noch nie das Internet genutzt?
Stand Oktober 2025 sind rund 2,16 Milliarden Menschen (26,5 % der Weltbevölkerung) noch nicht online. Die ITU nennt als Hauptbarrieren: Erschwinglichkeit, fehlende Infrastruktur, digitale Kompetenz und lokal relevante Inhalte. Afrika hat mit rund 36 % die niedrigste Penetrationsrate; Hocheinkommensländer liegen über 94 %.
Verlangsamt sich das Wachstum der Internetnutzung?
Ja, das Wachstum verlangsamt sich, da die am leichtesten erreichbaren Bevölkerungen bereits online sind. Das jährliche Nutzerwachstum ist von rund 100 bis 200 Millionen/Jahr in der Mitte der 2010er auf rund 97 Millionen in 2023 gesunken. Die verbleibende Offline-Bevölkerung steht vor strukturellen Barrieren, die weit über günstige Geräte hinausgehen.
Was ist mit dem Zähler gemeint: neue Nutzer oder erstmalige Nutzer?
Der Zähler misst das Netto-Jahreswachstum der globalen Internetnutzer laut DataReportal, kein absolutes lebenslanges Erstmal-online-Gehen. Ein kleiner Anteil der gezählten Personen könnte frühere Nutzer sein, die zurückgekehrt sind. Der Begriff beschreibt das Wachstum der aktiven Nutzerbasis.
Welche Initiativen versuchen, die verbleibenden Offline-Milliarden zu erreichen?
Mehrere Ansätze laufen parallel: SpaceX Starlink baut ein Satelliten-Internetnetz auf, das bereits ländliche Regionen in Afrika und Südamerika abdeckt. Nationalstaaten investieren in Glasfaser-Backbone-Netze und regulieren Datentarife für einkommensschwache Haushalte. Gerätepreise sinken durch lokale Fertigung (z. B. Indiens JioPhone). Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Nachfrage: Ohne relevante lokale Inhalte in der eigenen Sprache hat Internet für viele keinen unmittelbaren Nutzen.
Hat COVID-19 die globale Internetdurchdringung dauerhaft beschleunigt?
Ja, COVID-19 wirkte als starker Beschleuniger: 2020 gingen Hunderte Millionen Menschen für Schule, Arbeit und Behördenkontakte erstmals online. Ein Teil davon blieb auch nach den Lockdowns aktiv. DataReportal verzeichnet von 2020 bis Oktober 2025 einen Anstieg von 60 % auf 73,5 % globaler Internetpenetration, also 13,5 Prozentpunkte in fünf Jahren.

Warum diesen Daten vertrauen

Die Daten zu neuen Internetnutzern stammen aus DataReportals Global Digital Reports (Januar-Ausgaben), die ITU-, GSMA- und Weltbank-Daten zusammenfassen. Die ITU-Berichte zur Messung der digitalen Entwicklung sind die maßgebliche UN-Quelle für Statistiken zum Internetzugang. Die Weltbank-Daten zur digitalen Entwicklung liefern den Kontext für Zugangshürden in einkommensschwachen Ländern.